Schwierigkeitsgrad der Raidbosse

Die Gegner in den Raidinstanzen waren direkt nach Eröffnung der Instanzen eigentlich immer sehr schwierig zu besiegen. Mehrere Versuche waren so gut wie immer notwendig, selbst wenn man die Taktik schon im Vorfeld kannte. Mit WotLK hat sich das etwas geändert. Warum?

Archavon als Raidboss zu bezeichnen ist eine Beleidigung alles anderen Bosse. Dieser Kampf hat eine gewisse Ähnlichkeit mit Gruul, aber ist von einer Einfachheit, die erschreckend ist, wenn man bedenkt welche Belohnungen man dafür bekommt.

Sartharion ist ebenfalls simpel, doch hier hat man wenigstens die Option den Schwierigkeitsgrad enorm nach oben zu fahren. Momentan eine der beiden wirklich anspruchsvollen Begegnungen, wenn man sich denn für den schweren Weg entscheidet.

Malygos ist der andere anspruchsvolle Kampf, doch die Schwierigkeit besteht daran, in Phase 3 den Überblick zu bewahren, da man plötzlich nicht mehr seinen Charakter steuert sondern einen roten Drachen und sich alles im dreidimensionalen Raum abspielt.

Die Bosse in Naxxramas sind alle sehr einfach gehalten und wurden teilweise im Vergleich zu der alten 40er Version massiv geschwächt. (Der Tanz bei Heigan war sehr interessant, einmal Schaden von den Flammenwänden und man war tot. Heute kann man 3-4 davon überleben, selbst ohne Heilung…) Die Kämpfe sind teilweise auch sehr viel kürzer als früher. Einige sind immer noch sehr unterhaltsam, aber wenn das Risiko nicht da ist, vergeht einem die Lust an den Kämpfen auch recht schnell…

Ich frage mich, warum Blizzard kaum anspruchsvolle Mechaniken eingebaut hat, wie man sie aus den alten Instanzen noch kennt. Aggro ist nur bei wenigen Bossen ein Problem, die meisten sind plötzlich Spottbar. Einige wenige Kämpfe sind Bewegungs-abhängig, wodurch sie etwas anspruchsvoller werden. Eine Aufteilung der Gruppe für bestimmte Aufgaben ist auch kaum notwendig. Die Taktik begrenzt sich meistens auf etwas Bewegung, und ab und zu vielleicht noch mal auf ein kurzes Zielwechsel oder AE.

Wo sind Kämpfe wie die Zwillinge in AQ40, Ebonroc in BWL oder selbst so etwas simples wie Brutallus in SWP?

Und was ist mit dem Trash los? Mit Errfurcht erinnert man sich an den Trash aus AQ40 vor den Zwillingen oder C’Thun. Selbst die Großen Drakoniden vor Chromagus in BWL waren interessanter als das was wir hier geboten bekommen. 2-3 Gruppen zusammenziehen und AE… Ist schon toll, wenn man nur noch eine Taktik für alle Situationen braucht. :( Ich könnte jetzt nicht sagen, was der Unterschied bei den ganzen Trash-Mobs in den neuen Instanzen ist, wo es aber selbst noch in den ersten BC-Raidinstanzen von großer wichtigkeit ist und ich die meisten noch in Erinnerung habe. Leider gehört wohl Nachdenken und taktisches Handeln nicht mehr zu den Dingen, die Blizzard als “toll” und “cool” empfindet. Man soll nur noch sinnfrei durch die Instanzen rennen, immer dieselben Knöpfe drücken, ab und zu mal looten, und dabei noch Fernsehen oder ein Buch lesen. :(

Ich hoffe doch stark, dass Blizzard das mit Ulduar wieder abstellt. Es ist ja toll, das nun jeder Hinz und Kunz und deren Katze Raiden können, aber das was momentan als Raidinstanz gilt, liefert doch ein völlig falsches Bild davon ab, worum es beim Raiden eigentlich gehen soll. Bringt eine aktuelle Version von C’Thun und die gesamte neue Raider-Generation wird kläglich scheitern, da bislang keinerlei notwenigen Fähigkeiten abgefragt und vermittelt wurden.

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5 Antworten auf Schwierigkeitsgrad der Raidbosse

  1. Casualgamer sagt:

    Hallo,

    ich finde es sehr anmaßend, sich darüber zu beschweren, dass nun jeder “Hinz und Kunz” raiden und Erfolge erzielen kann. Jeder zahlt seine 13 Euro, also kann auch jeder den Content, der geboten wird, erleben.
    Denn gerade diese “Hinzes und Kunzes” sind es, die wenig Kosten verursachen und nur einen Bruchteil Ihres Monatsbeitrag auch in Spielzeit/Kosten für Blizzard umsetzen. Und auch von diesen Geldern wird die Contentweiterentwicklung bezahlt, nach der die Pro-Gamer-Fraktion ständig schreit. Gäbe es sie nicht in dieser Masse, dann würde es auch keine so schnellen Entwicklungen geben. Das kann man sehr gut an Spielen sehen, die über einen nicht so großen Kundenstamm verfügen.
    Außerdem finanzieren diese Leute mit Ihren monatlichen Gebühren die sogenannten Pro-Gamer mit, die einen nicht unerheblichen Anteil an Traffic und Personalkosten verursachen.
    Wenn es Dir nicht recht ist, in welche Richtung sich das Spiel entwickelt und dass es eben auch Spielern mit weniger Zeit möglich ist, auf gleichen Equipstand wie die Pros zu kommen, dann kündige doch einfach.
    Und es können ruhig alle Pro-Gamer kündigen, denn es werden noch genug Spieler übrig bleiben, die WoW weiter am Leben halten.
    Bei den “Pro-Gamern”, zu Denen Du Dich wahrscheinlich auch zählst, handelt es sich lediglich um maximal 5-10 Prozent aller Spieler. Bei 11.000.000 geschätzten Kunden können wir Casuals also sehr gut auf 1,1 Mio Spieler verzichten.
    Raiden bleibt nunmal Raiden und grundsätzlich sollte jder Aspekt des Spieles jedem zahlenden Spieler zugägnlich sein. Jeder hjat die gleichen Rechte.
    Wenn dus schwerer willst, dann halte ich die ersten eingebauten Tests wie .B. Sartharion mit herausforderndem Schwierigkeitsgrad für den richtigen Weg. Pro-Gamer können sich dann weiterhin mit tollen Titeln schmücken, ziehen aber aufgrund Ihrer Raiderfolge keine weiteren Vorteile für andere Spielbereiche wie PvP, Farming oder Questen. Die Raiderfolge sollten sich nämlich meiner Meinung nach auch nur aufs Raiden auswirken…
    Und genau das ist es, was bisher Sache war.

  2. Eregar sagt:

    1) Jeder Teil des Spiel sollte jedem Zugänglich sein, darüber müssen wir nicht diskutieren. (BTW, ich hoffe Du beschwerst Dich auch über die Reitmammuts. Die sollten auch allen zugänglich sein, und nicht nur den Leuten, die Monatelang Gold sammeln.)
    2) Ich bin kein “Pro-Gamer” – was auch immer das sein soll. Ich habe nur ein Problem damit, dass das End-Game aktuell doch sehr unter einem Mangel an Herausforderungen leitet. Und “Erfolge” sind da keine Lösung. (Springe eine Klippe herunter und überlebe… Wer sowas “Erfolg” nennt, der gehört untersucht. ;) )

    Deine Meinung ist typisch für die eines “entitled Casuals”. Ich zahle Geld, also will ich sofort alles haben was es im Spiel gibt, ohne etwas dafür tun zu müssen. Warum sollte das so sein? Ein wichtiger Teil des Spiels ist es doch, seinen Charakter nach und nach zu verbessern. Ich bin dagegen, jedem nach Erreichen von 80 gleich T7,5 per Post zuzuschicken. (Ich hab gezahlt, also will ich das Zeug JETZT haben…) Man will doch losgehen, große Monster töten, deren Loot einsacken und sich neue Klamotten anziehen. Und wenn die Monster dann noch eine Herausforderung sind, dann bekommt man gleich noch das Gefühl sich das Zeug erarbeitet zu haben. Keiner kann mir erzählen er ist stolz auf seine bei Archavon erbeuteten T7,5-Setteile.

    Mein Problem mit einfach nur, dass man den gesamten Raidcontent in 4 Stunden erledigen kann, Loot bis zum Abwinken bekommt und Taktiken völlig ignorieren kann. Das Raiden heute hat nichts mehr damit zu tun, wie es einmal war. Das “Zusammenziehen und AE”-Verhalten heute hält sich vom Unterhaltungsfaktor in Grenzen.

    Das Erfolgssystem als “Hard-Mode” könnte etwas werden. Momentan ist es aber eher lächerlich. Es scheint aber so zu sein, dass es mit Ulduar an Substanz gewinnt. Titel und neue Reitechsen werden die wenigsten dazu anspornen viele Stunden bei einem Boss zu verbringen.

  3. Casualgamer sagt:

    Über den Sinn oder Unsinn mancher Erfolge kann man sich streiten.

    Was Du ansprichst, von wegen T7,5 verschicken per Post entspricht überhaupt nicht den Tatsachen. Es gibt immer noch genug Gruppen die sich aus Mangel an Zeit und vielleicht einem “Trainingsrückstand” immer noch nicht durch Naxx durch sind. Und genau da hakt es. Nur weil der Anspruch für Dich zu gering ist, muss es nicht autzomatisch heißen, dass dies auch für 90% aller andren Spieler gilt. Es gibt durchaus Spieler, die mit dem Content noch zu kämpfen haben. Und die haben eben doch das Gefühl, sich den Loot erarbeitet zu haben. Ich kann Dir aus dem Stehgreif mehrere Gruppen nennen, die noch nicht durch sind. Nicht unebdingt aus einem Mangel an “Talent” sondern eher an Zeit. Und selbst wenn es Leute mit einem Mangel an “Talent” gibt, so sollten auch diese die Möglichkeit haben, den Content zu erleben.
    Warum sind ausgerechnet, die Raider, die am weitesten sind, immer die Messlatte für den Schwierigkeitsgrad?
    Ich halte einen einstellbaren Schwierigkeitsgrad und als Belohnung diese Titel und Reittiere, die stylisch sind, aber keine Vorteile gegenüber anderen Spielern bringen, für ne tolle Sache. Damit verschaffen sich die Leute keinen Vorteil in anderen Bereichen, aber jeder sieht, “wer den längeren hat” und genau darum gehts doch. Ums Posen!

    BTW die Reitmammuts sind allen zugänglich, denn dafür muss ich keine 10/25 Mann zusammentrommeln. Das kann sich jeder ganz allein erarbeiten und das hat nur etwas mit Fleiß und Ausdauer zu tun. Das ist also in keinster Weise mit Raids vergleichbar. Das Ziel ist auch nach Monaten greifbar und scheitert nicht an einem Boss, an dem man aufgrund von Koordination oder mangelndem Reaktionsvermögen nicht vorbeikommt…

    Aus deiner Sicht mag es an Herausforderungen mangeln, aber Du bist nicht die “Messlatte”. Und wenn es eben weiteren 10 % wie Dir geht, dann stehen auf der andren Seite noch 90% die eben noch nicht so weit sind.

  4. Eregar sagt:

    Ich glaube Du unterschätzt wie viele Leute schon Naxxramas geraidet haben. ;)
    Du führst an, dass es zwei Arten von Leuten gibt, die noch nicht fertig sind damit.

    1) Leute mit wenig Zeit
    2) Leute mit wenig “Talent”
    [Ich denke es gibt noch die Leute, die kein Interesse daran haben. ;) ]

    Dazu einige Bemerkungen:
    * Bislang war es immer so, dass der Raidinhalt früher oder später leichter gemacht wurde. Warum müssen Leute, die wenig Zeit haben, jetzt sofort raiden? Wer wenig Zeit hat, der ist doch vermutlich noch nicht mit allen Quests fertig und hat auch noch nicht alle 5er Instanzen von innen gesehen.
    * “Wenig Zeit” ist auch so eine Sache. Wer nur 4-10 Stunden in der Woche spielt, hat definitiv die Möglichkeit zu raiden, wenn er diese Zeit in einigen Stücken von 2-4 Stunden spielen kann. Wer natürlich immer nur für 30 Minuten einloggt, der hat wenig Chancen.
    * Leute mit “wenig Talent” haben meiner Meinung wichtigeres zu tun als zu raiden. Sie tun den anderen 9 bzw. 24 Spielern keinen gefallen, wenn sie das versuchen. Die Gründe für das “wenig Talent” sind ja verschieden. Der eine hat nur gelevelt und hat keine Ahnung vom Gruppenspiel und spielt seinen char so als ob er alleine unterwegs ist. Andere waren mit 60 oder 70 schon einmal raiden und sind der Meinung die Spielweise von damals ist immer noch aktuell, trotz aller Änderungen. Warum sollten alle anderen Spieler bestraft werden, nur weil es Leute gibt, die keinerlei Interesse an Selbstkritik oder Weiterentwicklung haben? Klar kann man alle Kämpfe statisch und ohne Bewegung gestalten, ohne Gefahr dass etwas schiefgeht. Aber das wird 95% der Raid-Spieler schnell abschrecken.

    Meiner Meinung nach sind Titel und Reittiere kein interessantes Reizmittel, um Spieler dazu zu bringen mehr zeit in Raidinstanzen zu verbringen. Wie gesagt, Charakterverbesserung ist ein extrem wichtiger Teil des Spiels. Und dabei geht es nicht um zu zeigen “wer den längsten hat”. Es geht um Langzeitmotivation.

    Das Beispiel des 20000 Gold Mammuts ist interessant. Für dich ist es ok, weil man es alleine erreichen kann mit Monatelangen Aufwand. Aber herausfordernde Raidinstanzen für die man ebenfalls Wochen oder Monate braucht, sind nicht ok.
    Ich werde niemals in meinem Leben 20k Gold erfarmen. Warum? Weil ich das bisschen Zeit, das mir zur Verfügung steht, nicht mit Farmen verbringen will. Ich nutze die Zeit lieber, um zu bestimmten Zeiten für einige Stunden Raiden zu gehen. Das ist meine Entscheidung. So spiele ich. Ich erwarte (oder verlange!) nicht, dieses Mammut jemals zu bekommen. Warum sollen dann Leute, die sich dazu entscheiden nicht mehr als 1 Stunde zu raiden, ein Anrecht auf die Ausrüstung der Raidinstanzen haben?

    Das Spiel bietet etwas für jeden Geschmack. Solo, 5er, 10er, 25er und PVP. Jeder muss für sich entscheiden was er mit seiner Spielzeit anfangen möchte. Und man sollte sich darüber im klaren sein, dass man unter Umständen auf bestimmte Dinge im Spiel verzichtet. Sollte wirklich jeder ohne Probleme alle Belohnungen aus allen Kategorien bekommen können oder alle Gegenden zu sehen bekommen?

    Die aktuellen Raids haben wenig mit dem zu tun, was ich noch auf TBC unter einer Raid-Instanz kannte. Und wenn sich die Leute jetzt alle an diese Spielweise gewöhnen, wird das Geschrei groß, wenn es wieder schwieriger wird. Plötzlich geht nicht mehr alles mit AE. Trash ist plötzlich gefährlich und man muss wieder darauf achten wo man steht und vielleicht sogar CC nutzen. Die Leute, die jetzt anfangen haben zu raiden, werden dann völlig überfordert sein. Sicherlich könnte es natürlich sein, dass Blizzard nie wieder so etwas einbauen wird und diesen Schwierigkeitsgrad in Zukunft immer beibehalten wird. Aber es geht einiges von dem verloren was das Raiden mal ausgemacht hat. Es geht eben nicht darum, schnell durchzurennen, links und rechts alles wegzubomben, und ab und zu etwas aufzuheben. Das Spiel als Gruppe, Kommunikation untereinander, und gemeinsames Erarbeiten von Taktiken, das war es eigentlich was das Raid-Spiel von WoW ausgemacht hat.

  5. Casualgamer sagt:

    Du sagst, dass durch Raiden eine Charakterverbesserung möglich ist. Das ist in meinen Augen schlichtweg falsch. Durch das Raiden erhält man momentan bessere Items. Es bietet als Belohnung also eine Itemverbesserung. Und jeder weiss, wie itemlastig WoW ist, das hat aber NICHT im geringsten was mit Charakterverbesserung zu tun. Wer die besseren Items hat, gewinnt oder ist einfach schneller. Das ist keine Charakterverbesserung sondern eine Itemverbesserung. Es entscheidet nicht er Skill des Spielers, sondern die Anzahl der Stats. Der mit den höheren Stats hat bei gleichem Spielerskill immer den Vorteil und wird zwangsläufig IMMER gewinnen.
    Ein gutes Beispiel für eine Charakterverbesserung hat DAoC anzubieten. Dort kann man mit Hilfe von Reichspunkten, die man sich im PVP erspielt wirklich seinen Charakter verbessern und dazu ist diese Möglichkeit noch sehr individuell, da man mit Reichspunkten Skillpunkte bekommt, die man in Fähigkeiten investieren kann. Jeder kann sich so seine Kombination zusammenstellen, jeder kann ohne weiteres und ohne große Vorbedingungen am Reichskampf teilnehmen.
    Bei WoW ist es so, dass es eine bestimmte Kombination aus Items gibt, die die höchstmögliche Anzahl an Stats gibt. Früher oder später wird also jeder “ernsthafte Raider” mit den gleichen Items rumrennen und jeder “erfolgreich raidende” Char ist von den Stats her gesehen gleich gut. Dass vielleicht eine Verbesserung des Spielers dahinter stattgefunden hat z.B. durch Training der Reflexe etc. hat erstmal nichts mit der Charakterverbesserung an sich zu tun, da alle Charaktere gleich sind. Einziger Unterschied besteht in den jeweiligen Skillungen der Talentbäume. Da es aber nicht möglich ist, weitere Fähigkeitspunkte zu erwerben, gibt es auch de facto keine echt Charakterverbesserung, sondern nur die Itemverbesserung. Weitere Beispiele für echt Charakterverbesserungen sind RP-Systeme wie DAS1 und DSA2.

    Dein Beispiel mit dem 20K-Mammut zieht nicht, nur weil Du es Dir nicht besorgen willst. Fakt ist, dass Du JEDERZEIT die Möglichkeit dazu hast, diesen Content allein ohne größere Hilfe wahrzunehmen.
    Das ist in keinster Weise mit wochenlangem Raiden zu vergleichen.
    Leute sollten ein Anrecht haben, auch wenn Sie nur eine Stunde raiden, weil Sie auch dafür bezahlen und es sollte zumindest die Möglichkeit bestehen, dass auch nicht so talentierte und Leute mit weniger Zeit auch beim Raiden Erfolge haben können. Diese Leute werden aufgrund Ihres vielleicht mangelnden Talentes genauso lang an den Bossen üben, wie Du und deine Gleichgesinnten vor WotLK. Was spricht denn gegen einen einstellbatren Schwierigkeitsgrad? Gönnst Du den Leuten die Items nicht?
    Du bist der Meinung, dass Reittiere und Titel keine Langzeitmotivation fürs Raiden sind? Warum denn nicht? Geht es denn beim Raiden nicht darum, wochenlang zu üben, gemeinsames Erarbeiten von Taktiken, Gruppenspiel und Kommunikation untereinander?
    Die Raider brüsteten sich immer damit, es ginge nicht um Items, sonern das Raiden an sich. All das ist doch nach wie vor gegeben, aber halt, stimmt ja, warum soll man so viel Zeit darauf verschwenden, wenn man nur ein weiteres Reittier oder nen Titel erhält. Hat man ja sonst keinen Vorteil. Weißt Du, was das ist ? Ganz einfach: Itemgeilheit. Der ganze Zirkus lohnt sich nicht, wenn man danach nicht was hat, was “Dich” von den ganzen “Noobs” abhebt und womit ich besser und schneller bin, als diese ganzen anderen.
    Wie arm ist denn diese Einstellung? Ich dachte immer, beim Raiden gehts darum, zu zeigen, wie gut man wirklich ist und das geht meiner Meinung nach wirklich am besten, mit nem tollen Titel. Items werden irgendwann ersetzt, aber den Titel kann man immer im Namen tragen. Und auch genau das ist es, was diese Art Belohnung so interessant macht: Jeder kann sehen, was man geleistet hat. Und wenn es dann halt nur Titel oder Reittiere gibt, dann ist der Respekt in meinen Augen umso größer, weil man genau weiss, “das hat derjenige sich nur angetan, um zu zeigen, dass er es draufhat (so gesehen auch ein Schwanzvergleich, aber ohne Einfluss auf den restlichen Inhalt) und nicht weil er nur scharf auf die Items war!”

    Wenn es für Dich beim Raiden nur um Itemverbesserung geht und nicht ums Raiden an sich, dann sorry, ist dein Raiden nur Mittel zum Zweck. Dann geht es Dir nicht wirklich ums Raiden…
    Warum gönnst Du Spielern mit weniger Talent oder Zeit nicht die gleichen Items? Was ist dein Problem?
    Genau wenn alle Zugang zu diesen Items haben, ist man plötzlich nicht mehr automatisch besser, denn dann haben alle Chars annähernd die gleichen Stats und es entscheidet letztendlich wirklich nur “der Skill” hinter dem Char. Aber dann könnte man feststellen, dass man einigen Casuals unterlegen ist. Und genau das scheint ziemlich am Ego zu kratzen.
    Welchen Grund sonst sollte es haben, Casuals, die auch raiden, diese Items zu verwehren?

    Und ja ich denke, jeder sollte alle Belohnungen bekommen können und erst recht alle Gegenden zu sehen bekommen, weil er mit Entrichtung seines Monatsbeitrages eben diesen Inhalt finanziert, wie der, der sich viel mehr in der “WoW” aufhält. Können ist nicht automatisch müssen…

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